Exportgeschäfte brauchen den richtigen Versicherungsschutz. Kreditversicherungen für Investitionsgüter-Verkäufe (IKV) von privaten Anbietern können in vielen Fällen die bessere Wahl sein.

Der Titel eines sehr interessanten Vortrags auf dem achten Maschinenbau-Gipfel im Oktober deutete die Richtung bereits an: „Im deutschen Interesse: Wie Hermesdeckungen Maschinen- und Anlagenbauer im Auslandsgeschäft unterstützen.“ Damit sagte er klar aus, dass die Hermesdeckung ein staatliches Instrument ist, das auch der Wahrung staatlicher Interessen dient. Sie unterstützt den deutschen Maschinen-und Anlagenbau bei bestimmten Exporten, aber nicht bei allen Verkäufen. Auslandsgeschäfte in die EU oder OECD, Exporte in Problemländer, deutlich überwiegende Wertschöpfung im Ausland: Die Liste der versicherungstechnischen Problembereiche ließe sich beliebig fortsetzen. In vielen Fällen ist die Hermesdeckung zwar eine gute, aber nicht die beste Wahl. Das will der Staat auch so, da marktfähige Risiken durch die Kreditversicherungen getragen werden sollen.

Versicherungsschutz deutlich ausgebaut

Hermesdeckungen sind weiterhin bewährte Werkzeuge, um bei bestimmten Projekten Absatz- und Finanzierungssicherheit zu geben, aber nicht die einzigen Absicherungsinstrumente am Markt. Die Kreditversicherer haben ihre Liste der marktfähigen Risiken wesentlich stärker erweitert, als der Staat dachte, und decken heute entsprechend mehr Risiken ab. Mit einer Kreditversicherung für Investitionsgüter-Verkäufe (IKV) bieten die Versicherer inzwischen mehr als nur die Hermesdeckung. Richtig angewendet und eingesetzt kann die IKV ein Instrument der Absatzlenkung und -finanzierung sein. Kreditlaufzeiten von bis zu fünf Jahren, Problemländer-Schutz, hohe Deckungssummen, aber auch Versicherungen für kleine Geschäfte mit Verkaufspreisen von deutlich unter 500 000 Euro sind erhältlich. Für solche Leistungen ist eine Vielzahl von leistungsfähigen Spezialanbietern am Markt aktiv.

Richtigen Anbieter finden

Bei der Suche nach dem richtigen Anbieter für ein spezielles Exportprojekt können Spezialisten helfen. Dies erfordert praktisch keinen Zusatzaufwand. Alle Unterlagen, die für die Beantragung einer Hermesdeckung zusammengestellt wurden, werden statt direkt zum Hermes an einen spezialisierten Versicherungsmakler übergeben. Dieser präsentiert sie bei Hermes und bei diversen Kreditversicherern. So hat das Unternehmen bei gleichem Arbeitsaufwand die Auswahl unter zwei oder noch mehr Angeboten.

Wenn dem Kunden statt einem Letter of Credit (L/C) die Zahlungsbedingung „offene Rechnung“ angeboten werden kann, erleichtert das die Verkaufsverhandlungen. Ein Single-Risk-Limit einer Kreditversicherung macht dies möglich, häufig sogar kostenlos. Erst der Deckungsauftrag sorgt dann für eine Prämienrechnung.

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Herr Frank Oliver Keller
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