Kaum ein Thema genießt derzeit so viel Aufmerksamkeit wie das Thema Cyberattacken. Und so ist es auch nicht überraschend, dass kaum ein Tag vergeht, an dem nicht ein Artikel zum diesem Thema in der Presse erscheint. Doch worum geht es eigentlich und für welche Unternehmen hat es Relevanz? Wer glaubt, dass E-Crime nur ein Thema für Banken oder Onlinehändler ist, der verkennt die Tiefe der Problematik.

Im Visier von Hackern stehen prinzipiell alle Unternehmen, egal welcher Größe und Ausrichtung. Immerhin 10-25 % aller Maschinebauer gaben in repräsentativen Umfragen bekannt, dass sie schon mal Ziel einer E-Crime-Attacke waren. Die Zahl der Maschinenbauer, die schlichtweg noch nicht gemerkt haben, dass sie einem Angriff ausgesetzt waren, dürfte deutlich höher sein.

Es gibt heute kaum eine Maschine oder große Anlage, die nicht mit dem Internet verbunden ist. Diese Verbindung ist immer eine potentielle Schwachstelle, durch die Hacker eindringen und zum Beispiel Wartungsdaten oder Grundkonfigurationen manipulieren oder löschen können. Auch ein Wettbewerber könnte Interesse an den Konfigurationsdaten der Maschine haben. Die Folge kann ein Ausfall der Maschine oder Fehlproduktion sein, was erhebliche Kosten nach sich zieht. Oft sind diese Folgekosten von konventionellen Versicherungen nicht gedeckt.

Doch auch nur eine Attacke auf das eigene Netzwerk kann schlimme Folgen haben. Ein Ausfall der Netzwerke bedeutet schlimmstenfalls Datenverluste und einen Produktionsstillstand. Oft muss komplett neue Hardware installiert und Daten müssen rekonstruiert werden. Dies nimmt vor allem viel Zeit in Anspruch und verursacht Kosten. Fehlende Umsätze, da die eigene Website, Onlinehandel oder after-sales market nicht zur Verfügung stehen, führen zu weiteren Einbußen. Kommt es zum Verlust, oder gar zum Diebstahl von sensiblen, vertraulichen (eigenen oder fremden) Daten, können auch Haftungsansprüche an das Unternehmen die Folge sein.

Die Gründe für Hackerangriffe sind so unterschiedlich wie die Hackerszene selbst. Junge Menschen, die aus Neugier versuchen, die Grenzen des Machbaren ständig neu auszutesten, gehören ebenso dazu, wie offensichtlich moralisch motivierte Gruppen, Kriminelle, Konkurrenten aus dem In- und Ausland, die Hacker regelrecht beauftragen, aber auch Regierungen fremder Länder.

Überschätzt wird meist die Sicherheit des eigenen Netzwerkes. Fachexperten sehen den maximalen Schutzgrad bei ca. 95 %. Dies bedeutet, dass selbst bei neuestem Sicherheitsstandard immer ein Restrisiko verbleibt, Opfer von Cyberattacken zu werden. Für alle Unternehmen, deren Sicherheitsstandard noch nicht optimiert ist, ist das Risiko natürlich deutlich größer.

Aus diesem Grund wird es auch für die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaues immer wichtiger, sich mit der Absicherung derartiger Cyberrisiken auseinanderzusetzen. Die VSMA hilft bei der Einschätzung konkreter Risiken und der Erarbeitung individueller Versicherungslösungen mit allen notwendigen Besonderheiten.

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