Versicherungskonzepte im Maschinen- und Anlagenbau sind häufig komplex und vielschichtig. Betriebliche Risiken werden in der Regel über mehrere Einzelpolicen abgesichert. Die VDMA-Verbands-Police (VVP) verfolgt einen anderen Ansatz: Sie bündelt diese Absicherungen in einem übergreifenden Vertragssystem und sorgt so für abgestimmte Deckungen, einheitliche Regelungen und klare Zuständigkeiten – besonders im Schadenfall.

Maschinenbauer sichern ihre betrieblichen Risiken meist über mehrere getrennte Versicherungen ab. Typisch sind Einzelpolicen für die Bereiche Sachversicherung, Ertragsausfall, Haftpflicht, Transport und Technische Versicherung. Historisch gewachsen ist das sinnvoll, operativ führt diese Struktur jedoch oft zu Reibungsverlusten. Die VDMA-Verbands-Police bündelt diese Absicherungen daher in einem übergreifenden Vertragsrahmen. Das bringt klare Vorteile.

Vorteil 1: Keine Deckungslücken an Spartengrenzen
In der Praxis können Schäden schnell mehrere Versicherungsbereiche gleichzeitig betreffen. Ein Maschinenbrand kann beispielsweise sowohl einen Sach- und Betriebsunterbrechungsschaden als auch Haftpflichtansprüche auslösen. Bei Einzelverträgen beginnt dann oft eine Zuständigkeitsdiskussion zwischen Versicherern. Wer zahlt welchen Anteil? Wo greift welcher Ausschluss?

Die VDMA-Verbands-Police reduziert solche Abgrenzungsprobleme. Durch die Zusammenführung der Einzelversicherungen in einem einheitlichen Vertragsrahmen werden die Deckungen aufeinander abgestimmt und Übergänge klar geregelt. Das reduziert das Risiko von Lücken und schafft eine verlässliche Grundlage für die Bewertung komplexer Schadenereignisse.

Vorteil 2: Einheitliche Bedingungen und Meldefristen
Einzelverträge stammen oft aus verschiedenen Jahren, Konzepten und Bedingungswerken. Das führt zu abweichenden Definitionen, Fristen und Obliegenheiten, die in mehreren Verträgen parallel berücksichtigt werden müssen. Für Maschinen- und Anlagenbauer wird es dadurch schwer, den Überblick zu behalten.

Die VDMA-Verbands-Police arbeitet mit einem harmonisierten Bedingungswerk. Begriffe, Fristen und Regelungen sind aufeinander abgestimmt. Das sorgt dafür, dass die zugrunde liegenden Vertragsregelungen über alle einbezogenen Sparten hinweg konsistent angewendet werden können. Dadurch steigen Transparenz und Rechtssicherheit.

Vorteil 3: Klarere und schnellere Schadenkoordination
Mehrere Verträge bedeuten im Schadenfall oft mehrere beteiligte Versicherer, getrennte Prüfungen und parallele Abstimmungen. Das kostet Zeit – und Zeit ist im Schadenfall ein entscheidender Faktor, insbesondere bei Betriebsunterbrechungen.

Bei der VDMA-Verbands-Police ist die Schadenkoordination von vornherein übergreifend angelegt. Zuständigkeiten und Übergänge sind geregelt. Das beschleunigt Entscheidungen und reduziert den Abstimmungsaufwand auf Unternehmensseite erheblich.

Weitere Informationen zur VDMA-Verbands-Police finden Sie hier.

 

Beitragsbild: Chat GPT

Kontakt:
Herr Matthias Bopp
VSMA GmbH – ein Unternehmen des VDMA
Telefon +49 69 6603-1623
mbopp@vsma.org

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