Versicherungsschutz soll Risiken absichern – nicht zusätzliche Komplexität erzeugen. Die VDMA-Verbands-Police (VVP) bündelt daher mehrere Einzelpolicen in einem übergreifenden Vertragssystem. Daraus ergibt sich ein zentraler Mehrwert für Industrieunternehmen: organisatorische und wirtschaftliche Effizienz. Nachdem Teil 1 der Beitragsreihe die Struktur der VVP und die Vorteile im Schadenfall beleuchtet hat, steht nun die Entlastung im Betrieb im Mittelpunkt.
Weniger Verwaltungsaufwand
Im Maschinen- und Anlagenbau werden betriebliche Risiken typischerweise über mehrere, nach Sparten getrennte Versicherungsverträge abgesichert. Das bringt gegebenenfalls mehrere Vertragslaufzeiten, unterschiedliche Prämienfälligkeiten, separate Anpassungen und zahlreiche Dokumentationspflichten mit sich. Der administrative Aufwand ist entsprechend hoch, da mehrere Verträge parallel verwaltet und abgestimmt werden müssen. Das bindet intern Ressourcen – in Einkauf, Controlling und Technik.
Die VDMA-Verbands-Police führt diese Verträge in einem einheitlichen Vertragsrahmen zusammen. Dadurch werden Verwaltungsprozesse nicht mehr spartenweise getrennt, sondern übergreifend gesteuert. Vertragsänderungen, Summenanpassungen oder Standortmeldungen laufen koordiniert über eine einheitliche Struktur. Das Ergebnis: Der Verwaltungsaufwand sinkt messbar. Aufwändige Meldeverfahren, mühsame Einzelabrechnungen und unterschiedliche Fragebögen gehören der Vergangenheit an.
Einheitliche Daten- und Bewertungsbasis
Bei Einzelverträgen werden Risikoangaben oft nach Sparten getrennt erhoben. Das führt zu Mehrfachmeldungen und teilweise widersprüchlichen Datensätzen. Informationen müssen mehrfach erfasst, gepflegt und abgeglichen werden.
Die VDMA-Verbands-Police arbeitet mit einer gemeinsamen Risikobasis. Werte, Anlagenlisten und Standortdaten werden konsistent verwendet und nicht mehr spartenweise getrennt geführt. Das erhöht die Datenqualität und reduziert Rückfragen sowie Nachmeldungen.
Konsistente Risikobewertung
Bei einer Absicherung über Einzelpolicen bewerten verschiedene Underwriter unterschiedliche Risikoaspekte getrennt voneinander. Das führt nicht selten zu widersprüchlichen Anforderungen oder Auflagen.
Bei der VDMA-Verbands-Police erfolgt die Risikobetrachtung integriert und vor Ort. Technische, betriebliche und haftungsrelevante Faktoren werden im Zusammenhang bewertet. Das führt zu realistischeren Einschätzungen und praktikableren Sicherheitsanforderungen.
Teil 1 der VVP-Beitragsreihe „Ein Vertrag für alle Sparten – mehr Effizienz im Schadenfall“ lesen Sie hier.
Weitere Informationen zur VDMA-Verbands-Police finden Sie hier.
Beitragsbild: Chat GPT
Kontakt:
Herr Matthias Bopp
VSMA GmbH – ein Unternehmen des VDMA
Telefon +49 69 6603-1623
mbopp@vsma.org




