Die Globalisierung bietet für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau einen interessanten Absatzmarkt. Maschinen „Made in Germany“ sind wegen ihrer Qualität weltweit sehr gefragt. Den Absatzchancen stehen allerdings auch Risiken gegenüber. In erster Linie handelt es sich um finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem US-Produkthaftungssystem, das als das Schärfste der Welt gilt. Immer wieder berichten die Medien von aufsehenerregenden Sammelklagen und exorbitanten Entschädigungssummen. Nach europäischem Rechtsverständnis muten die Jury-Urteile und das Vorgehen der US-Kläger-Anwälte oft willkürlich und missbräuchlich an. Erst kürzlich hat der Hersteller einer Verpackungsmaschine mit einer Geschädigten einen Vergleich über eine sofortige Barzahlung von USD 400.000,00 und eine Ratenzahlung in Höhe von insgesamt USD 1.560.000,00 geschlossen. Die Klägerin, eine 44-jährige Fließbandarbeiterin, war mit der linken Hand in die Lebensmittelmaschine gelangt, wodurch zwei Finger zerquetscht wurden.

Durch solche Beispiele entsteht der Eindruck, dass das Produkthaftungsrisiko, insbesondere in den USA und Kanada, ein unergründliches und unkalkulierbares Wagnis darstellt. Schäden, wie beschrieben, lassen sich nicht gänzlich vermeiden. Risikomanagement-Maßnahmen können das Risiko aber wirksam begrenzen. Dies gilt nicht nur für Nordamerika. Derartige Maßnahmen sind für jeden Maschinenbauer auch aus einem anderen Grund von Bedeutung: Nicht alle Schäden durch Produktfehler sind versicherbar. Hersteller können Produkthaftungsrisiken mit einem sinnvollen Risiko-Management reduzieren. Ziel ist es dabei, Produktfehler möglichst ganz zu vermeiden. „So sollte die Produktsicherheit nach dem Maßstab der best verfügbaren Sicherheit als entscheidender Aspekt der Konstruktion gewährleistet sein“, erläutert Jürgen Seiring, Geschäftsführer der VSMA GmbH. Auch muss der Hersteller in angemessener Weise vor den Gefahren warnen, die von seinem Produkt ausgehen und entsprechende Sicherheitshinweise an den Produkten anbringen. Produktbegleitender Sicherheitshinweise, auch in den Betriebsanleitungen, kommen damit besondere Bedeutung zu.

Im Schadenfall muss ein Hersteller beweisen, dass er alles getan, um gefahrenfreie Produkte mit den best verfügbaren Sicherheitsstandards zu produzieren und vor technisch nicht vermeidbaren Gefahren gewarnt hat. Mit Hilfe einer umfassenden Dokumentation aller dazu ergriffenen Maßnahmen stehen ihm Beweismittel zur Verfügung, um Vorwürfen eines etwaigen Anspruchstellers frühzeitig zu entkräften. Kommt es zu einer Anspruchstellung, zeigt sich der Wert des Versicherungsschutzes. Die VSMA bietet VDMA-Mitgliedern spezielle Lösungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Mitversicherung der US-Exportrisiken im Rahmen der deutschen Betriebs- und Produkthaftungsversicherung, der Installation einer internationalen Haftpflichtversicherung und der Mitversicherung des Produkthaftpflicht-Risikos der deutschen Muttergesellschaft im Rahmen der US-Lokalpolicen. Die VSMA berät gerne ausführlich rund um Themen des richtigen Versicherungsschutzes für Exporte in die USA sowie Kanada und stellt ein Konzept mit den wichtigsten Punkten zusammen. Die neue Entscheidungshilfe „Produkthaftung“ widmet sich ausführlich diesem Themenbereich. Die Broschüre kann online über www.vsma.de bestellt werden.

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Jürgen Seiring
VSMA – ein Unternehmen des VDMA
Telefon +49 69 6603-1653
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