Wie auch der VDMA bereits auf seiner Internetseite (www.vdma.org) bemerkt, sollten Unternehmen derzeit gut überlegen, ob Einsätze ihrer Mitarbeiter in China notwendig sind. Wie Jürgen Seiring, Geschäftsführer der VSMA GmbH hinweist, sind Bedenken zum bestehenden Versicherungsschutz im Rahmen einer Auslandsreiseversicherung jedoch nicht notwendig. Der VDMA/VSMA Auslandsreise-Rahmenvertrag sieht keine diesbezüglichen Ausschlüsse vor. In der Regel beinhalten die Verträge neben dem eigentlichen Versicherungsschutz für Krankheitskosten auch Assistance-Dienstleistungen. Über diese kann zum Beispiel ein medizinisch notwendiger Krankenrücktransport organisiert werden.


Hinweis: Informationen aus den Medien, dass Krankenversicherer eine Coronavirus-Erkrankung nicht mehr decken wollen, beziehen sich ausschließlich auf außereuropäische Märkte. Bekannt ist zum Beispiel, dass australische Versicherer erste Ausschlüsse aufgenommen haben. Hierzulande, so beruhigt bereits der Verband der Privaten Krankenversicherer, seien Reisen nach China weiterhin versichert.


Seiring empfiehlt jenseits der Versicherungslösung eine Mitgliedschaft beim VSMA Dienstleistungspartner „International-SOS (ISOS)“. Über diese Mitgliedschaft können Unternehmen und deren Mitarbeiter bereits vor einer Infektion oder Gefährdung wichtige Hilfestellung erhalten. ISOS würde beispielsweise ebenfalls dabei unterstützen, Mitarbeiter aus Krisenregionen nach Deutschland zurückzubringen.

Sollten im Einzelfall Kosten für eine Quarantäne entstehen, werden diese nach dem Infektionsschutzgesetz vom Staat getragen.

Betriebsunterbrechungen drohen: Ist dies versichert?

Voraussetzung für den Versicherungsschutz einer Betriebsunterbrechungsversicherung ist immer, dass sich ein vorangehender Sachschaden ereignet hat Dies gilt nicht nur für Verträge, die auf sogenannten benannten Gefahren (Feuer, Explosion, Leitungswasser, Sturm, etc.) basieren, sondern auch für moderne All-Risk-Konzepte. So müssen stets zunächst die dem Betrieb dienenden Sachen (Gebäude, Betriebseinrichtung, Vorräte) beschädigt oder zerstört werden und hieraus die Unterbrechung resultieren.

Gleiches gilt auch für die Erweiterung der sogenannten Rückwirkungsschäden. Steht die eigene Produktion nur deswegen still, weil ein Geschäftspartner seinen Betrieb geschlossen hat, so muss dies auf einen Sachschaden (zum Beispiel Brand) beim Geschäftspartner zurückzuführen sein. Schließt dessen Betrieb alleine aufgrund des Coronavirus, so besteht kein Versicherungsschutz.

Erweiterte Versicherungskonzepte bietet der deutsche Versicherungsmarkt derzeit ausschließlich für bestimmte Branchen, wie zum Beispiel die Lebensmittelindustrie, Hotel und Gaststättenbetriebe.

Diskussionen mit den Mitgliedsunternehmen, ob Bedarf an „Sachschaden unabhängigen Betriebsunterbrechungsversicherungen“ besteht, haben in der Vergangenheit aufgezeigt, dass der Maschinen- und Anlagenbau hier bislang kein versicherungswürdiges Risiko sah. Wer jedoch für sein Unternehmen ein hohes Risiko sieht, für den besteht durchaus die Möglichkeit, am internationalen Versicherungsmarkt individuell zugeschnittene Lösungen einzukaufen. Über internationale Netzwerke hat die VSMA auch Zugriff auf andere Märkte, insbesondere den Londoner „Lloyds-Markt“. Seiring mahnt in diesem Zusammenhang an: „Pandemien wie EBOLA, Vogelgrippe oder Sars haben in der Vergangenheit bei unseren Versicherungsnehmern nicht zu spürbar wahrgenommenen Betriebsausfälle geführt.“

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Kontakt:
Herr Marcus Flier
VSMA GmbH – ein Unternehmen des VDMA
Telefon +49 69 6603-1573
mflier@vsma.org

 

 

 

 

 

Herr Patrick Römer
VSMA GmbH – ein Unternehmen des VDMA
Telefon +49 69 6603-1579
proemer@vsma.org

SACH- UND SACH-BETRIEBSUNTERBRECHUNGSVERSICHERUNGEN