Nach einer Phase, die von Lieferkettenstörungen und Zinsanpassungen geprägt war, zeigt sich im Bereich der Kreditversicherungen – insbesondere bei Kautionsversicherungen (Bürgschaften), Warenkreditversicherungen und Vertrauensschadenversicherungen – derzeit ein moderates Erholungspotenzial. Anfragen und Volumenansprüche stabilisieren sich zunehmend. Der Beitrag ordnet die Marktentwicklungen ein und zeigt auf, welche Faktoren für die Absicherung von Zahlungs- und Projektrisiken im Jahr 2026 entscheidend sind.
Gerade im Maschinen- und Anlagenbau, der durch hohe Investitionsvolumina und langlaufende Projekte gekennzeichnet ist, rücken Themen wie Bonitätsprüfungen, die individuelle Absicherung von Zahlungsrisiken sowie eine effiziente Schadensteuerung stärker in den Fokus. Versicherer berichten von einer wieder leicht steigenden Nachfrage nach Bürgschaften für Export- und Investitionsvorhaben.
Zudem gewinnt die Verknüpfung von Kreditversicherungen mit weiteren Risikobausteinen an Bedeutung. Integrierte Lösungen, die beispielsweise Warenkredit- mit Lieferketten- oder Vertrauensschadenversicherungen kombinieren, sind verstärkt gefragt. Insgesamt zeigt sich der Markt stabil, auch wenn die Prämienentwicklung weiterhin Aufmerksamkeit erfordert, da steigende Kosten und regulatorische Anforderungen die Margen beeinflussen.
Ausblick: Vorsichtige Prämienpolitik und steigende Anforderungen an das Risikomanagement
Für das laufende Jahr bleiben mehrere externe Einflussfaktoren relevant. Dazu zählen insbesondere Zins- und Konjunkturentwicklungen, Handels- und Lieferkettenrisiken sowie politische Rahmenbedingungen. Weitere Zinsanpassungen oder eine Abschwächung des globalen Konsums könnten zu steigenden Ausfallrisiken führen und damit die Nachfrage nach Kreditversicherungslösungen beeinflussen.
Gleichzeitig führen Wachstumstrends im Maschinen- und Anlagenbau – etwa in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und erneuerbare Energien – zu neuen Anforderungen an passgenaue Absicherungskonzepte. Versicherer reagieren darauf vermehrt mit individuellen Policen und erweiterten Monitoring-Ansätzen, um potenzielle Forderungsausfälle frühzeitig zu erkennen.
Im Ergebnis ist von einer vorsichtigen, risikoorientierten Prämienpolitik auszugehen, die eng an Bonitätsentwicklungen und Projektrisiken gekoppelt ist. Unternehmen wiederum richten ihren Fokus stärker auf Risikodiversifikation, strukturierte Zahlungsziele und ein professionelles Forderungsmanagement.
Fazit
Der Markt für Kreditversicherungen im Maschinen- und Anlagenbau bleibt insgesamt stabil, verlangt jedoch nach einer differenzierten Betrachtung und maßgeschneiderten Lösungen. Als 100-prozentige Tochter des VDMA und spezialisierter Versicherungsmakler für die Branche unterstützt die VSMA GmbH ihre Kunden und die VDMA-Mitgliedsunternehmen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und zukunftssicher abzusichern.
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