Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau wird weltweit für seine hochwertigen und innovativen Produkte geschätzt. Der Kunde erwartet speziell von einem deutschen Lieferanten hohe Qualität und einen effektiven, hochqualifizierten Service. Dieser Anspruch ist besonders bei ausländischen Kunden stark ausgeprägt – hier ist „Made in Germany“ nach wie vor das Mass der Dinge.

Mit dem Herstellen der Maschine allein ist es noch nicht getan – das Produkt muss in unversehrtem Zustand zum Kunden kommen. Es gilt bereits jetzt schon besonderes Augenmerk auf das „Drumherum“ zu legen. Regelmässig sind dabei folgende Punkte angesprochen:

– Welche kaufvertraglichen Vereinbarungen / Lieferkonditionen sollen gelten?
– Auf welchem Weg soll die Maschine verschickt werden?
– Wer ist verantwortlich für Transport und Verpackung?
– Wer versichert den Transport?

Verkauf- und Lieferbedingungen
Gerade im internationalen Geschäft werden – anstelle individueller Vereinbarungen – regelmässig standardisierte Lieferbedingungen vereinbart. Durchgesetzt haben sich die Incoterms die zuletzt in 2010 neu gefasst wurden. Da die Incoterms standardisierte Klauseln sind und durch klare, eindeutige Aussagen die Verpflichtungen von Käufer und Verkäufer regeln, erreichen Sie durch deren Verwendung ein sehr hohes Mass an Vertragssicherheit. Abhängig von Art und Umfang des Geschäfts, passt allerdings nicht jede Klausel, so dass eine individuelle Prüfung vor der verbindlichen Vereinbarung zwingend notwendig ist.

Transportwege
Je nach dem wohin die Reise geht ist die Wahl des richtigen Transportmittels bzw. deren Koordination von immenser Wichtigkeit. Hierbei kommt es in erster Linie darauf an, den richtigen Logistikpartner auszuwählen. Dieser muss nicht nur über die notwendige logistische Infrastruktur (Empfangsspediteure, Verzollungsbüros, etc.) in dem Zielland verfügen – auch die Erfahrung im Umgang mit teilweise komplexeren Maschinen (insbesondere Ihren Maschinen) ist erforderlich.

Geeignete Transportverpackung
Niemand kennt die Maschine und ihre Beschaffenheit so wie Sie. Sie sollten daher dafür sorgen, dass die Maschine entsprechend den Anforderungen des Transportes verpackt wird. Dabei ist zu berücksichtigen:

– Transportweg (ggf. durch unterschiedliche Klimazonen)
– Transportmittel (z.B. LKW, Schiff, kombinierter Transport)
– Transportdauer (Zwischenlagerungen, Nachlagerungen, etc.)
– Regionale Besonderheiten

Da es die einheitliche Standardverpackung für all das nicht gibt, sollten Sie einen qualifizierten Verpacker beauftragen. Wenn Sie selbst verpacken, ist eine Verpackungsberatung sinnvoll. Sie erfahren so, ob und ggf. in welchem Umfang Veränderungen notwendig sind.

Wer versichert den Transport?
In den Verhandlungen wird „Versicherung“ regelmässig zum Schluss und unter „ferner liefen“ besprochen. Sehr oft „passen“ diese Vereinbarungen weder dem Käufer noch dem Verkäufer. Sinnvollerweise versichert der, der die Gefahr trägt (z. B. bei DAP der Verkäufer). Abweichende Vereinbarungen sind möglich, z. B. wenn Ihr Kunde keine Versicherung kaufen kann.

Ganzheitlicher Ansatz
Optimales Risiko Management ist mehr als eine Verpackungsberatung. Auf Wunsch koordiniert VSMA entsprechende Massnahmen für die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaues.

Die Welt-Transport-Police des VDMA bietet speziell auf die Belange des Maschinen- und Anlagenbaus zugeschnittenen, weltweiten Versicherungsschutz.

Kontakt:
VSMA – Ein Unternehmen des VDMA
Götz-Gregor Duttiné
Telefon: 069/ 6603- 1564
gduttine@vsma.org
www.vsma.de