Nahezu jedes Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus ist heutzutage weltweit aktiv. Daher beschränken sich auch Lieferungen nicht nur auf die BRD.

Politische Entwicklungen lassen sich nur schwer vorhersagen. Dies zeigen sowohl die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine als auch die anhaltenden Unruhen in der arabischen Welt. Wer hätte vor ein paar Jahren damit gerechnet, dass das einstige Urlaubsparadies Ägypten von Unruhen überschattet wird.
In der Montageversicherung hat der Versicherer für sämtliche unvorhergesehen eintretenden Beschädigungen am Montageobjekt aufzukommen. Folgende wesentliche Ausschlüsse sind zu beachten:

– Innere Unruhen
– Streik oder Aussperrung
– Beschlagnahme oder sonstige hoheitliche Eingriffe
– Krieg
Zumeist sind auch Schäden durch Terrorismus ganz oder teilweise ausgeschlossen.

Schäden durch Innere Unruhen, Streik oder Aussperrung können durch eine besondere Vereinbarung in den Versicherungsschutz aufgenommen werden. Zu beachten ist jedoch, dass die Versicherer das Recht haben, diese Erweiterungen mit einer Frist von 14 Tagen zu kündigen.
Schäden durch Beschlagnahme oder sonstige hoheitliche Eingriffe sowie Krieg lassen sich durch marktübliche Versicherungskonzepte nicht versichern. Hier muss im Einzelfall eine Versicherungslösung bei Spezialversicherern gesucht werden. Ob und zu welchen Konditionen Versicherungsschutz geboten werden kann, hängt hierbei von der individuellen Risikosituation ab.
Terrorismus ist eines der am meisten unterschätzen Risiken. Schaut man aus der standortbezogenen Brille eines ländlich gelegenen Unternehmens, lässt sich die Gefahr sicherlich vernachlässigen. Doch muss bei Projekten immer berücksichtigt werden, dass das Ziel eines Terroranschlages nicht der eigene Standort ist. Insbesondere Unternehmen, die in öffentliche Projekte involviert sind, sollten ein besonderes Augenmerk auf diese Gefahr legen.
Ob und wie der Versicherungsschutz für Terrorschäden gestaltet werden kann, hängt vom einzelnen Auftrag ab. Projekte bis 25 Mio. EUR Auftragswert lassen sich meist über die eigene Montageversicherung abdecken. Bei Projekten über 25 Mio. EUR sowie in Ländern mit speziellen Versicherungspools muss jedoch immer eine individuelle Lösung erarbeitet werden.
Die Versicherung von Schäden durch Terrorismus und politischen Gefahren ist häufig nur schwer oder mit einem sehr hohen Kostenaufwand möglich. Es ist aus Sicht der VSMA immer empfehlenswert, das Risiko auf den Besteller zu verlagern. Erst wenn dies ganz oder teilweise nicht möglich ist, z.B. bei Turn-Key-Projekten, sollte über eine Versicherung nachgedacht werden.
Die VSMA ist aufgrund ihrer jahrzehntelangen Erfahrung sowie den Zugriff auf Spezialversicherer weltweit in der Lage, individuelle Lösungen für Ihre Projekte zu erarbeiten.

Kontakt:
Patrick Römer
VSMA – ein Unternehmen des VDMA
Telefon: +49 69 6603-1579
proemer@vsma.org