Die Montageversicherung ist für jedes Unternehmen von Bedeutung, das bei seinen Kunden Maschinen und Anlagen errichtet. Bis zur Abnahme trägt in der Regel der Lieferant die Gefahr für Sachschäden.

Hierbei kann die Montageversicherung als Einzelvertrag für ein bestimmtes Projekt oder als Generalvertrag für alle Aufträge eines Jahres abgeschlossen werden.

Die am Markt erhältlichen Konzepte unterscheiden sich stark voreinander. Einige Unterschiede sind:

Versicherte Sachen
Neben dem eigentlichen Montageobjekt empfiehlt es sich weitere Sachen in den Versicherungsschutz einzubeziehen.

Montageausrüstung: Dies kann sich sowohl auf eigene Montageausrüstung als auch gemietete oder geliehene Sachen beziehen. Zu prüfen ist, ob auch Fahrzeuge und Autokräne mitversichert werden müssen. Häufig gilt hier ein genereller Ausschluss vereinbart.

Beistellungen, Produktionsstoffe: In vielen Branchen ist es üblich, dass der Besteller Sachen zur Verfügung stellt, beispielsweise Produktionsstoffe für den Probebetrieb oder ganze Anlagenteile. Wer von seinem Besteller hohe Werte beigestellt bekommt, sollte diese auch versichern.

Sachen im Gefahrenbereich: Gerade bei Reparaturen und Wartungsarbeiten werden bei einem Schadenfall schnell auch bereits vorhandene Anlagenteile mitbeschädigt. Diese sind nicht automatisch mitversichert. Geprüft werden sollte, ob der Versicherungsschutz auch dann gilt, wenn die Gefahr für bereits vorhandene Sachen vertraglich übernommen wurde.

Versicherte Gefahren

Die Montageversicherung leistet Entschädigung für alle unvorhergesehen eintretenden Beschädigungen, Zerstörungen und Verluste, die nicht explizit ausgeschlossen wurden, wie Krieg oder Verschleiß. Entscheidend ist daher, die Ausschlüsse gering zu halten.

Daher sollten beispielsweise die Ausschlüsse für Schäden, die später als einen Monat nach Beginn der Erprobung eintreten, durch Innere Unruhen und Streik oder Aussperrung gestrichen werden.

Des Weiteren sollte immer darauf geachtet werden, dass Schäden durch Mängel mitversichert sind und der Versicherer nur berechtigt ist, Kosten für Änderungen und Verbesserungen abzuziehen.

Geltungsbereich

Versicherungsschutz muss überall dort gelten, wo das Unternehmen tätig ist. Es empfiehlt sich ein weltweiter Versicherungsschutz. Generelle Länderausschlüsse wie beispielsweise Schurkenstaaten oder Länder mit Versicherungspflicht im Lande sollten nicht akzeptiert werden.

Die vorgenannten Punkte stellen nur einen Auszug der notwendigen Erweiterungen für den Maschinen- und Anlagenbau dar. Gerne informieren wir VDMA-Mitgliedsunternehmen vollständig über alle wesentlichen Inhalte.

Kontakt:
VSMA – Ein Unternehmen des VDMA
Patrick Römer
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