Trockenheit, Temperaturen von über 30 Grad und anschließend heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen – dieses Wetterbild zeichnet sich im Sommer in Deutschland immer häufiger ab. Für Industrieunternehmen steigen damit die Risiken durch Extremwetter deutlich an. Warum Prävention, eine regelmäßige Risikobewertung und ein aktueller Versicherungsschutz heute wichtiger denn je sind, zeigt der folgende Beitrag.

Die schweren Erdbeben in Venezuela haben zuletzt erneut verdeutlicht, welche gravierenden Auswirkungen Naturereignisse auf Menschen und Infrastruktur haben können. Zwar spielen Erdbeben in Deutschland nur regional eine Rolle, dafür nehmen andere Naturgefahren wie Starkregen, Überschwemmungen, Hagel und Sturm seit Jahren spürbar zu. Experten gehen davon aus, dass Extremwetterereignisse aufgrund des fortschreitenden Klimawandels in Zukunft noch häufiger und intensiver auftreten werden.

Trockenheit erhöht die Gefahr von Starkregen
Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, ist meteorologisch ein bekanntes Phänomen: Nach längeren Trockenperioden können ausgetrocknete Böden große Wassermengen oft nicht mehr schnell aufnehmen. Kommt es anschließend innerhalb kurzer Zeit zu Starkregen, fließt das Wasser oberflächlich ab. Die Folgen: Lokale Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und überlastete Entwässerungssysteme.

Für Industrieunternehmen ist das von besonderer Relevanz. Denn bereits wenige Zentimeter Wasser reichen aus, um erhebliche Schäden zu verursachen. Produktionsanlagen, elektrische Einrichtungen, Lagerbestände oder die IT-Infrastruktur können innerhalb kürzester Zeit beeinträchtigt werden. Die daraus resultierenden Betriebsunterbrechungen sind nicht selten wirtschaftlich gravierender als der eigentliche Sachschaden.

Naturgefahren betreffen weit mehr als nur Gebäude
Zu den relevanten Naturgefahren zählen heute neben Überschwemmungen unter anderem auch Hagel, Sturm, Blitzschlag, Rückstau, Erdrutsche und Erdsenkung. Hinzu kommen indirekte Auswirkungen wie unterbrochene Lieferketten, beschädigte Verkehrswege oder Stromausfälle, die die Produktionsprozesse erheblich beeinträchtigen können.

Gerade für Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus ist eine hohe Verfügbarkeit ihrer Produktionsstandorte oft von entscheidender Bedeutung. Entsprechend wichtig ist eine ganzheitliche Betrachtung der Risiken.

Prävention beginnt vor dem Schaden
Zwar lassen sich viele Schäden nicht vollständig verhindern, ihre Auswirkungen lassen sich jedoch deutlich reduzieren. Unternehmen sollten deshalb regelmäßig überprüfen,

  • ob die aktuelle oder zukünftige Gefährdungslage analysiert wurde und mögliche Vorkehrungen getroffen wurden,
  • ob Dachentwässerungen, Gullys und Rückstausicherungen funktionsfähig sind,
  • ob Notfall- und Business-Continuity-Pläne aktuell sind und Wetterwarnungen in betriebliche Abläufe einbezogen werden,
  • ob der bestehende Versicherungsschutz noch dem tatsächlichen Risikoprofil entspricht.

Insbesondere ältere Versicherungsverträge bieten oft keinen umfassenden Schutz gegen erweiterte Naturgefahren. Die VSMA empfiehlt deshalb, den vereinbarten Versicherungsschutz regelmäßig überprüfen zu lassen und ihn bei Bedarf zu optimieren.

Fazit und Empfehlungen
Extremwetterereignisse sind längst keine Ausnahmeerscheinung mehr. Die Kombination aus langen Hitzeperioden und anschließend auftretenden Starkregen- oder Unwetterlagen stellt Unternehmen zunehmend vor neue Herausforderungen. Wer Risiken frühzeitig analysiert, Präventionsmaßnahmen umsetzt und seinen Versicherungsschutz regelmäßig überprüft, kann im Ernstfall Schäden und Betriebsunterbrechungen deutlich reduzieren.

Die VSMA unterstützt ihre Kunden dabei, Naturgefahrenrisiken systematisch zu bewerten und gemeinsam geeignete Präventions- sowie Versicherungslösungen zu entwickeln.

Weiterführende Informationen zur Absicherung und Prävention von Naturgefahren finden Sie in unserem Infoportal Klimarisiken: 

VSMA Infoportal Klimarisiken

 

Beitragsbild: Chat GPT

Kontakt:
Frau Nina Nodorf
VSMA GmbH – ein Unternehmen des VDMA
Telefon +49 69 6603-1721
nnodorf[at]vsma.org

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