Seit drei Jahren bemüht sich die Assekuranz, die Prämienraten in der industriellen Sach- und Feuerversicherung zu erhöhen. Nachdem bereits in den letzten zwei Jahren eine deutliche Verhärtung des Marktes stattgefunden hat, nimmt der Druck nun weiter zu. Die VSMA wird sich für ihre Kunden für moderate Prämiensteigerungen einsetzten und rät dazu, neue Konditionen durch eine Festschreibung möglichst für zwei Jahre zu sichern.

 Schadenkostenquoten in der industriellen Sach- und Feuerversicherung

Die Statistiken des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigen, dass seit etwa zehn Jahren mit der industriellen Sach- und Feuerversicherung kein Geld mehr verdient wird. Die Schadenkostenquoten der Versicherer lagen in dieser Zeit im Durchschnitt bei rund 115 Prozent, teilweise sogar bei bis zu 130 Prozent. Für das Jahr 2020 wurden bisher noch keine Zahlen veröffentlicht. Einige bekannte Großschäden lassen aber bereits erahnen, dass auch für das vergangene Jahr bei vielen Versicherern keine positive Bilanz gezogen werden kann.

Prämiensteigerungen im Maschinen- und Anlagenbau zu erwarten

In der Folge müssen auch die Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau mit neuen Forderungen ihres Versicherers und einem weiter steigenden Prämienniveau rechnen. Besonders stark wird dies Betriebe mit feuergefährlichen Haupt- und Nebenbetriebsarten treffen. Aber auch Unternehmen, die historisch gewachsen nur einen geringen technischen Brandschutz vorweisen können, stehen im Fokus. Hier wird man in den nächsten Jahren nacharbeiten müssen, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.

VSMA setzt sich für moderate Prämiensteigerungen ein

Erste Forderungen der Versicherer über Prämiensteigerungen von bis zu 50 Prozent liegen der VSMA bereits vor. Die VSMA wird sich für ihre Kunden für moderate Prämiensteigerungen einsetzten und bei überzogenen Forderungen Marktausschreibungen erstellen. Sobald individuelle Verhandlungsergebnisse vorliegen, werden die betroffenen Unternehmen ausführlich informiert.

Unser Tipp:

Sofern die Forderungen moderat ausfallen, empfiehlt die VSMA, diese zu akzeptieren und sich die Konditionen durch eine Festschreibung möglichst für zwei Jahre zu sichern. Versicherungsverträge mit einer längeren Laufzeit akzeptieren die Industrieversicherer derzeit nicht.

Bildnachweis: „Drehtechnologie“, ©J. G. WEISSER SÖHNE

Kontakt:

Herr Patrick Römer
VSMA GmbH – ein Unternehmen des VDMA
Telefon +49 69 6603-1579
proemer@vsma.org

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