Die prekäre Lage der Industrieversicherer betrifft in 2019 auch den Maschinen und Anlagenbau

Am 1. September vergangenen Jahres erschütterte eine gewaltige Explosion die Menschen östlich von Ingolstadt mit Schrecken. Es dauerte 17 Tage den verehrenden Großbrand in der Raffinerie von Bayernoil nahe dem Städtchen Vohburg zu löschen. 1.100 Schäden wurden zusätzlich im Umfeld registriert. Die Explosion war im vergangenen Jahr der mit Abstand größte industrielle Feuerschaden in Deutschland, aber lange nicht der einzige. Hinzu kam eine Vielzahl von Schäden im kleinen und mittleren Millionenbereich. In der Summe führte das bei nahezu allen Industrieversicherern zu großen Verlusten.

Die gesamte Branche hat bereits seit sieben Jahren in der industriellen Sach- und Feuerversicherung kein Geld mehr verdient und auch in 2019 zeigen erste Zwischenbilanzen ein erneut schlechtes Ergebnis nicht zuletzt auch aufgrund der zunehmenden Schäden durch Naturkatastrophen. Hier rechnen die Versicherer auf Grund des Klimawandels auch in den nächsten Jahren mit weiteren Steigerungen für Schadenaufwendungen.

In der Folge müssen auch die Kunden aus dem Maschinen und Anlagenbau mit einem steigenden Prämienniveau rechen. Bei gut verlaufenden beziehungsweise schadenfreien Verträgen waren hier entgegen der exponierteren Branchen, wie der Holzverarbeitenden Industrie, in den letzten Jahren die Prämienraten noch stabil. Allerdings zeigte sich bei Ausschreibungen auch im letzten Jahr bereits eine deutliche Verhärtung des Marktes.

Sofern die Forderungen moderat ausfallen, empfiehlt die VSMA diese zu akzeptieren und sich die Konditionen durch eine Festschreibung möglichst für zwei Jahre zu sichern. Verträge mit einer längeren Laufzeit akzeptieren die Industrieversicherer derzeit nicht.

Mittelfristig rechnet die VSMA mit einer Steigerung der Prämienraten in der industriellen Sach- und Feuerversicherung im Durchschnitt von über 30 Prozent. Der mittelständisch geprägte Maschinen und Anlagenbau dürfte hiervon nicht so stark betroffen sein, wie feuergefährliche Branchen und Großkonzerne, die weltweit weiter steigende Anzahl an Naturkatastrohen könnte aber zusätzliche Effekte auslösen.

Erste Forderungen der Versicherer von bis zu 30 prozentigen Prämiensteigerungen liegen der VSMA bereits vor. Man wird sich hier für die VDMA-Mitgliedsunternehmen und die VSMA-Kunden für moderate Prämiensteigerungen einsetzten und bei überzogenen Forderungen Marktausschreibungen erstellen.

Sobald individuelle Verhandlungsergebnisse vorliegen, werden die betroffenen Unternehmen ausführlich informiert.

Herr Werner Döringer                      Herr Jürgen Seiring        Herr Patrick Römer        
(Geschäftsführer)                               (Geschäftsführer)


Kontakt:
Herr Patrick Römer
(Leiter Sach- und Technische Versicherungen)
VSMA GmbH – ein Unternehmen des VDMA
Telefon +49 69 6603-1579
proemer@vsma.org

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