Ein Maschinenausfall, eine Fehlproduktion infolge von Schäden an der Elektronik oder einer Cyberattacke kann teuer werden.

Elektronikversicherung minimiert Kosten
Von der Entwicklung, über den Wareneingang, die Produktion bis zur Auslieferung an den Kunden – ohne elektronische Geräte und Anlagen ist eine Wertschöpfung nicht mehr denkbar. Ihr Ausfall kann einen hohen Schaden zur Folge haben.
Ein Crash im EDV-System kann sich fatal auswirken. Durch die Vernetzung von Anlagen, etwa der Informations- und Kommunikationstechnologie mit der Produktion, steigt das Risiko einer Beeinträchtigung oder Unterbrechung im Produktions- oder Lieferfluss. Häufig wird diese Abhängigkeit von Unternehmen unterschätzt. Die Palette möglicher Risikoquellen ist groß: Hardwaredefekte, Softwareverluste oder gar Datendiebstahl.
Die Verfügbarkeit des Gesamtsystems wird nicht nur durch die Technik bestimmt sondern auch durch den Menschen, der sie bedient, Daten erstellt und pflegt. Schäden drohen etwa durch Bedienungsfehler oder Fahrlässigkeit sowie durch vorsätzliche Handlungen. Ein Restrisiko bleibt also, auch wenn die Unternehmen für ihre hochverfügbare technische Basis viel Kapital aufwenden.
Ist die EDV nach einem Schaden nicht mehr voll funktionsfähig, beeinträchtigt dies auch den Zugriff auf Kundendaten, Bestellungen etc. oder stört sogar die Rechnungserstellung und die Produktionsabläufe.
Die Elektronikversicherung ersetzt die Kosten von der Reparatur bis zur Neuanschaffung einer gleichwertigen Anlage und bietet grundsätzlich eine so genannte „Allgefahrendeckung“. Es sind keine Einzelgefahren versichert, sondern mit wenigen Ausnahmen jede Form von Beschädigung und Zerstörung, etwa durch:

 Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit
 Überspannung, Induktion, Kurzschluss
 Brand, Blitzschlag, Explosion
 Wasser, Feuchtigkeit
 Überschwemmung
 Vorsatz Dritter, Sabotage, Vandalismus
 Höhere Gewalt
 Konstruktions-, Material- oder Ausführungsfehler
 Abhandenkommen durch Diebstahl, Einbruchdiebstahl, Raub oder Plünderung

In der Elektronikversicherung gibt es nur wenige Ausschlüsse, wie zum Beispiel Kriegsereignisse, Kernenergie und Erdbeben.

Softwareversicherung als sinnvolle Ergänzung

Eine Softwareversicherung ersetzt auch die Kosten für die Wiederbeschaffung und Wiedereingabe der zerstörten oder verloren gegangenen Daten infolge eines versicherten Sachschadens am Datenträger bzw. der DV-Anlage oder durch Störung oder Ausfall der EDV, der Datenfernübertragungseinrichtung, der Stromversorgung/Stromversorgungsanlage oder der Klimaanlage und weiterer benannter Gefahren.

Cyber-Deckungen
Kaum ein Thema genießt derzeit so viel Aufmerksamkeit wie das der Cyberattacken. Die Gesamtzahl derartiger Angriffe ist im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 48% auf rund 43 Millionen gestiegen. Der hierdurch entstandene Verlust betrug weltweit geschätzte 2,7 Millionen Dollar pro Angriff. Insbesondere in Europa wird ein deutlicher Anstieg von Cyberkriminalität beobachtet. So ist die Zahl der aufgedeckten Angriffe in 2013 europaweit um 41% gestiegen.

Im Visier von Hackern stehen prinzipiell alle Unternehmen. Wer glaubt, dass Cyber-Crime nur ein Thema für Banken oder Onlinehändler ist, der verkennt die Tiefe der Problematik. Hacker haben es insbesondere auf Handelsstrategien, geistiges Eigentum und Kundendaten abgesehen. 25% aller Maschinenbauer gaben in repräsentativen Umfragen bekannt, dass sie bereits Ziel einer E-Crime-Attacke wa-en. Die Zahl derer, die noch nicht gemerkt haben, dass sie einem Angriff ausgesetzt waren, ist deutlich höher.

Hinter der Cyberkriminalität stehen meist Insider, d.h. derzeitige oder ehemalige Mitarbeiter. Viele Vorfälle geschehen unbeabsichtigt, z.B. durch den Verlust von mobilen Endgeräten oder infolge von Pishing-Angriffen. Darauf sind viele Firmen nicht vorbereitet und sind daher oft nicht in der Lage, auf den Ernstfall angemessen und schnell zu reagieren.

Es gibt heute kaum eine Maschine oder große Anlage ohne Verbindung zum Internet. Diese ist immer eine potentielle Schwachstelle, durch die Hacker eindringen und etwa Wartungsdaten oder Grundkonfigurationen manipulieren oder löschen können. Auch ein Wettbewerber könnte Interesse an den Konfigurationsdaten der Maschine haben. Ein Maschinenausfall oder Fehlproduktion kann die Folge sein, was erhebliche Kosten nach sich zieht. Oft sind diese Folgekosten von konventionellen Versicherungen, wie die Elektronikversicherung oder Softwareversicherung, nicht gedeckt.

Auch eine Attacke auf das eigene Netzwerk kann schlimme Folgen haben. Ein Ausfall der Netzwerke kann auch Datenverluste und einen Produktionsstillstand bedeuten. Oft muss nicht nur komplett neue Hardware installiert und Daten rekonstruiert werden, was viel Zeit in Anspruch nimmt und Kosten verursacht. Fehlende Umsätze, da die eigene Website, Onlinehandel oder after-sales market nicht zur Verfügung stehen, führen zu weiteren Einbußen. Kommt es zu Verlust, evtl. gar zu Diebstahl, von sensiblen, vertraulichen eigenen oder fremden Daten, können auch Haftungsansprüche an das Unternehmen die Folge sein.

Überschätzt wird oft die Sicherheit des eigenen Netzwerkes. Fachexperten sehen den maximalen Schutzgrad bei ca. 95%. Dies bedeutet, dass selbst bei neuestem Sicherheitsstandard ein Restrisiko verbleibt, Opfer von Cyberattacken zu werden. Für alle Unternehmen, deren Sicherheitsstandard noch nicht optimiert ist, ist das Risiko deutlich größer.

Daher wird es auch für die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaues immer wichtiger, sich mit der Absicherung derartiger Risiken auseinanderzusetzen. Die VSMA hilft bei der Einschätzung konkreter Risiken und der Erarbeitung individueller Versicherungslösungen mit allen notwendigen Besonderheiten.

Kontakt:
Thomas Völker
VSMA – Ein Unternehmen des VDMA
Telefon +49 69 6603-1520
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