Nach wie vor bereitet die Entwicklung des Terrorversicherers EXTREMUS Versicherungs AG der Industrie und der Versicherungswirtschaft gleichermaßen Sorgen. Die Prämieneinnahmen des Spezialversicherers zur Deckung von Terrorrisiken nehmen kontinuierlich ab. Die Entwicklung stellt sich für die zurückliegenden Jahre wie folgt dar:
Nach einem Prämienaufkommen von 105 Mio. Euro in 2003 schrumpften die Einnahmen in 2004 auf 78 Mio. Euro und im laufenden Jahr auf 60 Mio. EUR. Die Aussichten für 2006 sind mit nur noch 40 Mio. Euro sehr düster. Weder seitens der Großindustrie noch der mittelständisch geprägten Investitionsgüterindustrie besteht großes Interesse an dieser noch jungen Versicherungsform.
Wegen der geringen Nachfrage will das Bundesministerium der Finanzen eine zukünftige Haftung durch den Staat prüfen. Die von den Versicherern zurzeit getragene Deckung beläuft sich auf 2 Mrd. Euro. Daran schließt sich die staatliche Ausfallgarantie des Bundes, die erst Mitte des Jahres bis zum 31. Dezember 2007 verlängert wurde, mit 8 Mrd. Euro an. Der BDI-Versicherungsausschuss, in dem auch die VSMA aktiv mitwirkt, hält die von der EXTREMUS AG zur Verfügung gestellte Deckung für sinnvoll und notwendig und fordert daher auch den Erhalt des Spezialversicherers.