Unternehmen sollten sich auf die veränderten Ansprüche der Generationen Y und Z bezüglich materieller Zusatzleistungen von Arbeitgebern mit flexiblen Versicherungsmodellen einstellen.

Die vielfältigen Studien zum Wertewandel der Generation Y und Z zeigen, dass klassische Arbeitgeberanreize wie das Firmenhandy, Dienstwagen und eine überdurchschnittliche Vergütung vermehrt in den Hintergrund rücken. Die entscheidenden Faktoren für die Wahl ihres Arbeitgebers sind für diese Generationen vielmehr die Möglichkeit zur stetigen Weiterqualifizierung und die Vereinbarkeit von Karriere und Privatleben (Work-Life-Balance).

Sabbaticals gewinnen an Bedeutung

So werden vor allem bewusste, temporäre Auszeiten vom Beruf – sogenannte Sabbaticals – in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Junge Menschen nutzen sie zur Neuorientierung im Erwerbsleben oder für klassische Weiterbildungsmaßnahmen. Unternehmen können diese Auszeiten ihren Mitarbeitern mit Zeitwertkontenmodellen ermöglichen.

Weiterhin finden betriebliche Sozialleistungen und Benefits, zum Beispiel die Absicherung im Krankheitsfall oder bei Unfällen sowie die Sicherung der Arbeitskraft, großen Anklang. Produkte wie die betriebliche Kranken- oder Unfallversicherung bieten nicht nur einen Nutzen für den einzelnen Mitarbeiter, sondern auch Familienmitglieder können davon profitieren. Da Auslandseinsätze immer häufiger werden, ist eine umfangreiche Betreuung von reisenden Mitarbeitern bei Krankheiten, Unfällen, zivilen Unruhen und sonstigen Vorfällen eine wichtige Komponente.

Sparverhalten nicht mehr konstant

Nach wie vor zählt die betriebliche Altersvorsorge zu den wichtigsten Standbeinen bei den Sozialleistungen des Arbeitgebers. Ein konstantes Sparverhalten wird für einen Großteil der Generation Y und Z aufgrund der durch die Sabbaticals entstehenden Lücken in der Berufsbiografie eher schwierig. Flexible Versicherungsmodelle im Bezug auf die Übertragbarkeit bei Ausscheiden, Freistellungen und Beitragsanpassungen sind somit wichtiger denn je.

Online-Beratung wird selbstverständlich

Die Internetaffinität dieser Generation spiegelt sich auch in den Erwartungen gegenüber Versicherungsunternehmen wider. Der Kunde entscheidet heute selbst, wie und wann er mit dem Berater in Kontakt treten möchte. Die klassische Trennung zwischen On- und Offline-Kanälen verblasst zunehmend. Online Beratungen per Videokonferenzen und Online-Chats werden künftig als Selbstverständlichkeit betrachtet. Für die Beratungsdienstleistung sollten die Unternehmen daher Partner wählen, die den Weg der Digitalisierung erkennen und umzusetzen wissen. Trotzdem sollten Produktkonzeption und Fachexpertise an vorderster Stelle stehen.

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Nicolai Wagner
VSMA – ein Unternehmen des VDMA
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