Eine immer höhere Bedeutung bei der Prämienfindung aber auch hinsichtlich der generellen Zeichnungsbereitschaft der Versicherer stellt der bauliche und technische Brandschutz dar. Gerade der organisatorische Brandschutz – also die innerbetriebliche Organisation, Ordnung und Sauberkeit, etc. – stechen in der häufig inhabergeführten Branche des Maschinen- und Anlagenbau positiv heraus. Der technische und bauliche Brandschutz ist jedoch auf Grund der vermeintlich geringen Brandlasten und der daraus resultierenden Berechnungen meist verbesserungswürdig.

Eine steigende Wertekonzentration, immer größere Brandabschnitte, interne Abhängigkeiten und Spezialmaschinen mit langen Lieferzeiten führen dazu, dass auch im mittelständisch geprägten Maschinen und Anlagenbau häufig Versicherungswerte im hohen zweistelligen oder gar dreistelligen Millionenbereich in einem Komplex zusammengetragen werden. Ein Schaden in einem solchen Komplex kann dann verehrende Folgen haben. Hier werden nicht nur Versicherer sondern auch die großen Konzerne als Abnehmer mehr und mehr ein Auge auf den Brandschutz Ihrer Zulieferer sowie die vorhandenen Notfallkonzepte haben.

Daher empfiehlt es sich auch jenseits der Mindestanforderungen aus einem Brandschutzkonzept technisch und baulich aufzurüsten. Neben einer immer Brandmeldeanlage sollte hierbei ein großes Augenmerk auf die verwendeten Baustoffe gelegt werden. Durch die Energieeinsparverordnung müssen heute auch industrielle Produktionsstandorte stark gedämmt werden, was häufig mit brennbaren oder schwer entflammbaren Baustoffen beziehungsweise Isolierungen erfolgt.

Die Schadenerfahrung zeigt hierbei, dass die Verwendung schwer entflammbarer Baustoffe beziehungsweise Isolierungen dazu führt, dass sich ein Brand nach seiner Entstehung schnell ausbreitet und die gesamte Gebäudestruktur erfasst. Auch wenn dann im Gebäude nur sehr geringe Brandlasten vorhanden sind, ist dann ein Totalverlust des gesamten Komplexes zu erwarten. Hier ist der Hochhausbrand des Grenfell Tower 2017 in London nur das bekannteste Beispiel, auch viele Schäden in der deutschen Industrie wurden durch die Verwendung dieser Baustoffe schwer entflammbarer Baustoffe dramatisch vergrößert.

Die VSMA empfiehlt daher, den technischen und baulichen Brandschutz auch vor diesem Hintergrund zu betrachten und hilft in Zusammenarbeit mit den Risikoingenieuren der Versicherer das Brandschutzkonzept entsprechend zu optimieren. Gerade bei Neu- oder Erweiterungsbauten empfiehlt es sich daher das Brandschutzkonzept frühzeitig mit der VSMA beziehungsweise dem Versicherer abzustimmen.

 


Kontakt:
Herr Patrick Römer
(Leiter Sach- und Technische Versicherungen)
VSMA GmbH – ein Unternehmen des VDMA
Telefon +49 69 6603-1579
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